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Philipp Buddemeier

philipp buddemeier

QX: Du hast Sinologie studiert und später einen MBA in Singapur erworben.
Warum dieses Orchideenfach? Und was war Deine Motivation, beides zu kombinieren?

Philipp: Beide Male stand die gleiche Motivation im Vordergrund: Etwas Spannendes tun, mit interessanten Menschen in Kontakt kommen und Neues entdecken. Der MBA war für mich darüber hinaus die Möglichkeit Abstand zu nehmen und mich beruflich neu zu orientieren.

QX: Nach Stationen bei der Daimler Chrysler AG und Bain & Company bist Du 2006 als International Change Manager bei Save the Children eingestiegen.
Woher kam die Idee in den sozialen Sektor zu wechseln?

Philipp: Mich motiviert die Möglichkeit Lösungen zu finden, die dazu beitragen eine bessere Welt zu schaffen.

QX: Mit Non-Profit-Organisationen verbinden viele Leute keine guten Karrierechancen. Wie stehst Du zu dieser Aussage?

Philipp: Tatsächlich habe ich SAVE THE CHILDREN nach gut 1,5 Jahren bereits wieder verlassen. Karrierechancen gibt es schon, aber es gibt kaum Non-Profit Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter systematisch fordern und fördern. Mir hat bei SAVE THE CHILDREN sinnvoll strukturiertes Feedback genauso gefehlt wie Vorbilder, an denen ich mich hätte orientieren können.

QX: Als Program Advisor hast Du für kurze Zeit für die Clinton Foundation in Afrika in Sambia gearbeitet. Was hast du dort gemacht?

Philipp: Die CLINTON FOUNDATION ist eine sensationelle Organisation, die fantastische Mitarbeiter anzieht. In meinem kleinem Team mit 5 Leuten hatte ich 2 Harvard Graduates und 2 Wharton MBA´s. Gemeinsam haben wir für das Gesundheitsministerium einen Masterplan erstellt wie die Ausbildungskapazitäten für medizinische Berufe um 70% erhöht werden können.
Die Implementierung hat noch vor der Vorstellung der finalen Ergebnisse angefangen.

QX: Vor kurzem bist du nach Deutschland zu McKinsey & Company gewechselt. Warum bist Du in die Beratung gegangen?

Philipp: Ich möchte mich weiter entwickeln und noch viel dazu lernen. Ich möchte in einem dynamischen Umfeld unterwegs sein, das mir einen Fokus auf Social-Sector-Themen, leben in Europa und gute Karriereperspektiven ermöglicht. McKinsey ist gerade dabei ein dediziertes Social Sector Office aufzubauen, in dessen Umfeld ich gerne arbeiten möchte. Mein erstes Projekt ist die Erarbeitung einer Funding-Strategie für eine Organisation, die Social Entrepreneurs fördert.

QX: Was ist Dein Vanity?

Philipp: Häufig muss ich über mich selber lachen, wenn ich wieder einmal nach sinnlosen Argumenten suche nur um Recht zu behalten.