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Patrick Ott

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QX: Du hast jetzt gerade bei Roland Berger als Senior Project Manager aufgehört, um in die Geschäftsleitung der Barclays Bank zu wechseln. Was war deine Motivation hierzu?

Patrick: Ich hatte acht spannende und faszinierende Jahre bei Roland Berger. In meiner Zeit als Assistent von Herrn Berger habe ich sehr interessante Einsichten in das Unternehmen erhalten und durfte an herausfordernden firmeninternen Projekten mitarbeiten. Später, als Unternehmensberater, habe ich über 20 Unternehmen in mehr als 10 verschiedenen Industrien und Ländern beraten. Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Ich habe früh Verantwortung übernommen und hatte das Glück, in ganz verschiedenen Fragestellungen mit Klienten und Kollegen zusammenzuarbeiten, von denen ich viel gelernt habe - fachlich wie persönlich. Insgesamt war ich acht Jahre bei Roland Berger - eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte.

Dennoch muss man sich dann als Unternehmensberater entscheiden, wohin der weitere Weg führen soll und die Weichen stellen. Ich wusste, dass ich gerne im nächsten Schritt Verantwortung im Management eines Unternehmens übernehmen will und Barclaycard Deutschland bot mir einen spannende Position in der Geschäftsleitung an, in der ich meine bisherigen Erfahrungen sehr gut einbringen konnte. Hier kombiniere ich mein Know-how in konzeptioneller und strategischer Arbeit mit operativem Vertrieb und "hands-on" Umsetzung.

QX: Für was genau bist du zuständig?

Patrick:
Ich baue gerade den Geschäftsbereich "Business Development" neu auf. Das beinhaltet zum einen die Vereinbarung von strategischen Partnerschaften mit ausgewählten Unternehmen, um beispielsweise ein attraktives Co-Branding-Programm für dessen Kunden zu entwickeln. Zum anderen entwickeln wir Konzepte und Strategien, wie wir zusätzliches Wachstum für Barclaycard erreichen können und setzen diese dann auch um. Das reicht von der Nutzung alternativer Vertriebskanäle über Marktausdehnung bis hin zur Akquisition von Kundenportfolios oder ganzen Unternehmen. Die Atmosphäre in meinem Team ist voller Energie und macht richtig Spaß.

QX: Du bist in deinem Leben schon sehr weit herumgekommen und hast in vielen verschiedenen Ländern gearbeitet. Woran erinnerst du dich besonders gerne?

Patrick:
Ich habe viele Monate in den Arabischen Emiraten und in Bahrain gearbeitet. Das hat mich am meisten fasziniert - zum einen ist das Wachstum in dieser Region unglaublich und bietet viele Möglichkeiten, an spannenden Themen zu arbeiten und zum anderen habe ich viel über die islamische Kultur gelernt, die mich sehr beeindruckt. Diese Zeit hat meinen Horizont sehr erweitert und ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

QX: Du hast in Kalifornien die Pilotenlizenz erworben. Wie kam das und wie oft kommst du heute noch zum Fliegen?

Patrick:
Ich wollte als Kind und Jugendlicher immer Pilot werden. Ich habe aber dann gemerkt, dass mir ein Studium und eine Arbeit im Management-Umfeld eine größere Möglichkeit bieten, meine Kreativität auszuleben und mit Menschen zu interagieren. Trotzdem hat mich die Faszination Fliegen nie losgelassen - immer wenn ich konnte, bin ich auf Langstrecken im Cockpit mitgeflogen, jedes Buch über das Fliegen habe ich verschlungen. Und da lag es nahe dass ich den Flugschein mache. Das war übrigens der Grund, dass ich mein Auslandssemester in Kalifornien verbracht habe. Fliegen ist für mich heute das schönste Hobby, leider sitze ich nicht so oft im Cockpit wie ich gerne würde. Aber ein- bis zweimal pro Monat schaffe ich es meistens.

QX: Was ist deine Vanity?

Patrick:
Ich bin schon so ein "Ganz-oder-gar-nicht-Mensch" - und das kann dazu führen, dass ich es manchmal etwas übertreibe. Und das hat auch mit Eitelkeit zu tun...