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Kai Habermann

QX: Kai, Du bist QX-Mitglied seit der ersten Stunde. Wie hast Du die Entwicklung seitdem empfunden?

Kai: Als die Idee QX damals geboren wurde, konnte sich natürlich keiner nur im Ansatz vorstellen, dass das Netzwerk einmal diese Ausmaße annehmen würde. Es hieß damals natürlich auch nicht QX, sondern einfach nur Netzwerk. Legendär waren aber bald die Spontanparties in der Bulthaup-Küche der Kennedy-Villa, die Selbsterkennungs-Seminare in Duderstadt und vor allem die Recruitingveranstaltungen an so netten Orten wie Buenos Aires, Hongkong oder Koh Samui. QX war schon immer Frontrunner und Trendsetter.

QX: Welche Entwicklung hast Du selbst in dieser Zeit durchlaufen?

Kai: Ich war Banker, Unternehmer, Unternehmensberater und bin jetzt in der Medienbranche. Ich habe auf allen Kontinenten gearbeitet und das Branchenspektrum reicht vom Sportartikler, über Computer-Reseller bis zum Baubereich. Der rote Faden ist, dass ich mich dabei immer mit Innovationsthemen beschäftigt habe: Online, Mobile, Social, Internationalisierung, Umweltschutz, Nachhaltigkeit. Das Thema Innovation ist so etwas wie meine Leidenschaft geworden.

Das alles hat mich natürlich ungeheuer in meiner persönlichen Entwicklung weitergebracht – ganz ok eigentlich für „Jemanden vom Dorf“.

QX: Welchen Stellenwert misst Du dabei Deinen vielfältigen Auslandsaufenthalten bei?

Kai: Die Auslandsaufenthalte beschleunigen die persönliche Lernkurve in jeder Dimension. Besonders wenn man mittendrin ist im Leben. Man setzt sich ununterbrochen mit anderen Kulturen, Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten auseinander, aber dann sieht man doch wieder die Gemeinsamkeiten, beim Oktoberfest in Hongkong, bei der Whiskeytour mit den indischen Kollegen oder wenn man einfach mal Nutella mit nach Amerika nimmt.

QX: Nach einigen Jahren BCG bist Du nun Director Business Development Digital&Adjacent bei der ProSiebenSat.1 Media AG – eine Aufgabe, die Dir auf den Leib geschneidert ist?

Kai: Die Arbeit macht sehr viel Spaß und ist überaus spannend. Die Medienwelt steht vor einem großen Umbruch und ich bin mittendrin. Zunehmend nutzen die Leute das Internet, um sich zu informieren, aber auch einfach nur, um sich unterhalten zu lassen. Ich schaue mittlerweile mehr Fernsehinhalte auf iPhone und iPad als auf dem Sofa zu Hause. Und wir arbeiten auch heute schon daran, für die Zeit der Smart TVs optimal aufgestellt zu sein.

QX: Zu guter Letzt: Was ist Dein Vanity?

Kai: Ich habe bestimmt viele kleine Vanities, aber was mich echt mal getroffen hat, war die Aussage, dass ich mit Lederhose ausschaue wie ein bayrischer Lokalpolitiker. Sorry, ich mag Bayern, aber das ist dann doch etwas zu viel für jemanden, der vom hessischen Dorf kommt und einfach nur die Welt verändern möchte.