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Christoph Maier

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QX: Seit einem halben Jahr bist Du in persona „die Vorhut“ von Thomas Cook Sport in Deutschland. Was genau bedeutet das?

Christoph:
Thomas Cook Sport ist eine profitable Einheit von Thomas Cook in England und möchte sein Geschäftsmodell nun auch in Deutschland aufbauen. Ich soll hier den Markt, die Voraussetzungen der deutschen Thomas Cook AG für, und die Nachfrage nach diesem Business untersuchen. Auf dieser Basis wird dann ein Business Plan geschrieben und die operative Umsetzung vorangetrieben. Am Ende steht dann eine hoffentlich ebenso profitable deutsche Einheit von Thomas Cook Sport hier in Deutschland. Nähere Informationen zu Thomas Cook Sport gibt es unter www.thomascooksport.com!

QX: Thomas Cook Sport bietet unter anderem auch Reisen und Tickets zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika an. Konntest Du Dir selbst schon ein Ticket sichern? Und womit müsste Dich ein verrückter Fußballfan bestechen, um an Karten zu gelangen?

Christoph: Ich glaube, da wäre es für den Fußballfan doch günstiger, regulär ein Südafrika-Paket bei uns zu kaufen. Wir bieten in Deutschland ausschließlich Südafrika-Pakete inklusive Ticket an. Wer also ein Ticket zu einem Spiel der deutschen Mannschaft möchte, bekommt gleich noch ein ganzes Rund-um-Sorglos-Paket mit Hotel, Flug und Bustransfer vor Ort dazu. Der Verkauf startet übrigens Mitte Dezember. Ich selber werde wahrscheinlich auch vor Ort sein im Juni und Juli, allerdings ohne Ticket. Aber dass Public Viewing bei den fußballverrückten Südafrikanern auch ein Riesenerlebnis ist, macht mich zuversichtlich!

QX: Du warst zwei Jahre im „Office to Dr. Thomas Middelhoff“ als Executive Assistant und Junior Consultant bei der Arcandor AG tätig. Als Du dorthin kamst, war gerade die Umbenennung des Konzerns in vollem Gange. Als Du gingst, war die Situation von Arcandor - wie wir alle aus der Presse wissen - dramatisch. Welche Gefühle bewegen Dich, wenn Du heute die Medienberichterstattung über Deinen ehemaligen Arbeitgeber verfolgst?

Christoph: Ich bin ein bisschen traurig, schließlich habe ich noch viele Freunde und Kollegen, die jetzt alle unter Druck stehen. Die Medienberichterstattung ist teils etwas einseitig. Eine Storyline vom skandalträchtigen Topmanager der ein einstiges deutsches Vorzeigeunternehmen in die Insolvenz führt ist wesentlich besser zu verkaufen, als Teilerfolge, von denen es auch genügend gab. Ich denke da zum Beispiel an die Schaffung der Thomas Cook Group plc oder die Rettung vor der Insolvenz in 2005/2006.

QX: Thomas Middelhoff als Manager und Person wird besonders kontrovers diskutiert. Wie eng hast Du mit ihm zusammengearbeitet und welchen Eindruck hast Du von ihm mitgenommen?

Christoph:
Wir haben ja als Team für Dr. Middelhoff gearbeitet. Ich habe viel von seinen Ideen und Visionen mitbekommen und daraus gelernt, auch mal „out of the box“ zu arbeiten und mal ganz andere Ansätze zu durchdenken. Sehr viel habe ich aber auch von meinen Teammitgliedern und meinem damaligen Team-Chef gelernt. Ich glaube, die letzten zwei Jahre waren zwei sehr sehr lehrreiche Jahre, die ich niemals missen möchte, trotz der kontroversen Diskussionen, die nun um Dr. Middelhoff geführt werden.

QX: Du hast Sportökonomie in Köln studiert, jahrelang Leistungssport betrieben und einige Erfolge bei Deutschen Meisterschaften im Zehnkampf und im Speerwurf errungen. Auch heute noch trittst Du bei Wettkämpfen an. Parallelen zwischen Sport und einer Management-Karriere, wie Du Sie begonnen hast und weiter verfolgst, lassen sich leicht ziehen. Was gibt Dir der Sport, was Dir der Job nicht geben kann?

Christoph: Der Sport, und insbesondere das Speerwerfen, ist mein Leben. Ich habe immer Sport gemacht und werde auch bis ins hohe Alter Sport treiben. Das ist eine Einstellungssache und ergänzt meinen beruflichen Alltag. Besonders reizt mich immer wieder die Wettkampfsituation. Der Moment, in dem ich am Ablauf stehe mit meinem Speer in der Hand, das trockene Magnesium an meinen Fingern und das laute Klatschen der Zuschauer. Das ist eine besondere Art Anerkennung, die es im Büroalltag eben nicht gibt. Hier geht es um eine Kombination zwischen geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit. Im Büro fehlt die körperliche Herausforderung. Abgesehen davon, macht Sport doch einfach Spaß! Egal ob in den Alpen beim Snowboarden, auf dem Tennisplatz oder beim Wellenreiten – Sport tut doch jedem einfach gut!

QX: Als studierter Sportwissenschaftler: Dein ultimativer Tipp für den perfekten Ausgleichssport zum Büroalltag?

Christoph: Schwimmen ist super! Macht tierisch Spaß, verbrennt Unmengen an Kalorien, belastet die Gelenke nicht und kräftig einmal schön alles durch! Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass der Rücken am meisten leidet im Büro und man mit Kräftigungsübungen für den Rücken immer richtig liegt. 

QX: Und zum Abschluss jedermanns Lieblingsfrage: Was ist Dein Vanity?

Christoph: Käse ist Käse! Obwohl ich fast aus der Schweiz komme, aber Käse geht gar nicht – schmeckt mir einfach nicht! Nutella oder Schoki ist da schon viel besser – man muss ja nicht immer Käse ins Fondue machen ;-)